Vornamen

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Vornamen sind eine sehr schöne Sachen, da sie zeigen, was die Eltern ins Leben mitgeben möchten. Deshalb ist auch eher von so genannten Modenamen abzuraten. Sie werden aus einem Trend heraus für ein Kind gewählt, machen dieses aber nicht unbedingt glücklich, ganz im Gegenteil. Namen sollten eine Botschaft enthalten, nicht aus einer Mode heraus geboren und vergeben werden. Vornamen sind eine Art Geschenk fürs Leben, sie sollten nicht dazu dienen, dass ein Kind irgendwann in seinem Leben zum Opfer von Gespött und Gelächter wird.

Deshalb gibt es auch, wenn die Eltern nicht wissen, welchen Namen sie ihrem Kind geben sollen, eine Vielzahl von verschiedenen Namensbüchern, in denen auch jeweils die Bedeutung der Vornamen und oft auch die Namenstage stehen. Diese Bücher sind eine gute Hilfe dabei, den passenden Vornamen für ein Kind zu finden. Aber nicht nur in Büchern sind solche Hilfen zu finden, auch im Internet gibt es viele verschiedene Seiten, die bei der Namenssuche und Namensgebung sehr unterstützend sein können. Auf diesen Webseiten kann man oft auch sehen, was ein Name bedeutet, welchen Ursprungs er ist und aus welchem Land und welcher Region er stammt. Man kann dabei übrigens eine Menge interessanter Entdeckungen machen, auch bei seinem eigenen Vornamen!

Unterschiede Vornamen und Nachnamen
Nachnamen und Vornamen, alles nur einfach Namen? Nein, zwischen Vornamen und Nachnamen gibt es Unterschiede. Vornamen dienen der Bezeichnung, der Benennung eines Menschen innerhalb einer Familie und Verwandtschaft. So wird, bei gleich gewählten Vornamen, die „Beigabe“ einer Ziffer oder eines Junior oder Senior gewählt. Georg der II., Peter Junior, etc. Dadurch können Verwechselungen ausgeschlossen werden, und der Träger des Namens erhält so seine ganz eigene Identität innerhalb des Verbundes einer Familie.
Nachnamen dienen nicht als Erkennungsmerkmal innerhalb einer Familie, sondern als Bezeichnung einer Familie für die anderen Menschen, für die Umgebung, aus rechtlichen Gründen und so weiter. Durch den Nachnamen wird die Familie als Verbund abgegrenzt von den anderen Familien und hat so ihre eigene Benennung. Dies dient dazu, dass man bei der Kombination von Vornamen und Nachnamen meist ganz genau weiß, wie wem man es zu tun hat. Auch wenn es natürlich vorkommen kann, dass zwei Menschen die gleichen Vornamen und den gleichen Nachnamen tragen, obwohl es kein verwandtschaftliches Verhältnis zwischen beiden Personen gibt. Dies tritt häufig bei den Nachnamen auf, die keinen Seltenheitswert haben und deshalb oft auftreten, innerhalb einer Region oder gar innerhalb eines ganzen Landes. Hier helfen als weitere Unterscheidungsmerkmale Geburtsdatum und Geburtsort.

Doppelte Vornamen und zweite Vornamen
Nicht jeder hat nur einen einzigen Vornamen. In manchen Familien werden die Kinder mit einem doppelten Vornamen benannt. Dies kann aus zweierlei Gründen geschehen: Das Kind soll zumindest zum Teil mit dem Namen der Großmutter, des Vaters oder einer / eines anderen Verwandten angesprochen werden. Ein zweiter Grund kann hierfür sein, dass man sich nicht entscheiden konnte und deshalb dem Kind einfach einen doppelten Namen mit auf den Weg gibt. Es gibt natürlich auch noch eine dritte Variante, die der Modeerscheinungen, die gerade im Bereich der Namen oft vorkommen. Da heißt ein prominenter Mensch mit Doppelnamen so und so und das Kind wird danach benannt. Oder man möchte ein Kind mit den aktuell an oberster Stelle stehenden Namen in der „Namenshitliste“ benennen. Lena-Emilie ist so ein Fall, oder Hannah-Leonie.
Aber warum auch immer Eltern ihren Kindern einen doppelten Vornamen geben, so sollte später dem Kind die alleinige Entscheidungsfreiheit gewährt werden, welchen Namen sie als Rufnamen tragen möchten. So mag sich Klaus-Peter vielleicht lieber als Peter ansprechen lassen, und Ernst-August lieber nur als Ernst.
Mit den zweiten und gar dritten Vornamen ist es ähnlich. Auch hier werden dem Kind, aus welchen Gründen auch immer, mehr als ein Name mit auf den Weg gegeben.

Namenswechsel, geht das rechtlich überhaupt?
Viele Menschen, die, warum auch immer, unglücklich sind mit ihrem eigenen Namen, stellen sich die Frage: Kann ich meinen Namen überhaupt wechseln? Und: Ein Namenswechsel, geht das rechtlich überhaupt?
Die Hürden sind hierfür nicht gerade klein angelegt, und es ist nicht kostenlos. Den Namen einfach so zu wechseln, das geht nicht und dies ist wahrscheinlich auch gut so. Sonst könnte jeder Mensch aus einer Laune heraus zum Standesamt gehen und seinen Namen wechseln, was viele dann wahrscheinlich auch immer wieder tun würden.
Möchte sich aber jemand von seiner Familie abgrenzen und von seiner eigenen Geschichte und der seiner Familie, der kann, wenn es ihn psychisch so sehr beeinträchtigt, einen Namenswechsel beantragen. Diesem Antrag wird nicht von heute auf morgen stattgegeben, es werden viele Fragen gestellt und es muss eine Menge Geld dafür gezahlt werden. Aber es ist kein Ding der Unmöglichkeit.
Übrigens können sowohl Vornamen wie Nachnamen wie auch beide Namen zusammen gewechselt werden, dies geht aber nur auf Antrag und kann nicht einfach so gemacht werden.
Wer aber sein Leben lang aufgrund seines Namens unter Spott und Hohn oder anderen persönlichen und beruflichen Problemen zu leiden hat, der sollte vielleicht in aller Stille einmal darüber nachdenken.

Vornamen aus anderen Ländern
Es gibt in einem Land niemals nur Vornamen, die aus dem eigenen Land stammt. Die Kultur der vielen Völker, die es in fast allen Ländern und Regionen der Welt gibt, hat zu einer Vermischung der Namen und auch zur Neukreierung vieler Namen gesorgt. Viele Völker bringen auch unterschiedliche Hintergründe mit für die Vornamen. Manche benennen ihre Kinder gerne nach Blumen, andere geben ihnen gute Wünsche mit ihrem Namen mit. Wiederum andere benennen ihre Kinder nach den Eltern, den Großeltern, anderen Verwandten oder Ahnen aus noch viel früheren Tagen. Namen sind deshalb auch immer eine Art Gedächtnis einer Familie, zumindest ist dies bei den Vornamen der Fall. So bleiben die Namen der Ahnen erhalten und diese leben weiter in dem Vornamen der Nachkommen, was eine sehr schöne Sache sein kann. Vielleicht sollte der – leicht aus der Mode gekommene und deshalb schon angestaubt und antiquiert wirkende – Name der früheren Erbtante dem Kind nicht als ersten Vornamen angetan werden, aber als zweiter Vorname kann dies sehr schön sein für die Erinnerungen, die man als Familie an einen bestimmten Menschen hat. Und in manchen Ländern wird ein Kind auch nach dem Vater oder der Mutter benannt, Sohn von, Tochter von.

Namenstag, was ist das denn?
Namenstag, ist das ein Relikt aus der vergangenen Zeit? Das fragt sich so mancher, der diesen Begriff zum ersten Mal hört. Namenstage, in manchen Kalendern sind sie noch eingetragen, auch wenn nur die wenigsten Menschen ihren eigenen Namenstag wissen. Woher Namenstage aber eigentlich wirklich kommen, wissen nicht viele. So waren die Namenstage früher die Tage, an denen bestimmten verstorbenen Heiligen gedacht wurde, sind also damit ein Relikt der katholischen Kirche. Meist wurde der Todestag genommen als Datumsfestlegung für diesen Gedenktag. Es gibt sogar Regionen in katholisch geprägten Ländern, wo der Namenstag auch heute noch eine große Rolle spielt und dementsprechend auch gefeiert wird, wie ein Geburtstag, und manchmal noch wichtiger ist als der eigene Tag der Geburt.
Natürlich kann auch der Nichtkatholik seinen Namenstag feiern, einfach aus Spaß an der Freude, dies bleibt jedem selbst überlassen. Aber für die Katholiken hat dieser wichtige Tag manchmal noch jene Bedeutung, die er im Mittelalter hatte, zu Tagen, als jedem neugeborenen Kind meist der Name dessen gegeben wurde, dessen „Tag“ gerade war. So entstanden die Namenstage und sind bis heute geblieben, auch wenn das Mittelalter fern ist und wir im 21. Jahrhundert leben. Aber wieso sollte man schöne Traditionen nicht behalten und einfach seinen Tag feiern, wenn er schon so im Kalender steht?

Vornamen und Numerologie
Es gibt Menschen, die glauben, mittels der Buchstaben des Vornamens und der Anwendung bestimmter Techniken und Formen der Numerologie könnte man den Charakter eines Menschen erkennen. Ob man dies für glaubwürdig hält - oder eben auch nicht – sei jedem selbst freigestellt. Dass Namen und Nummern jedoch irgendwie immer schon etwas miteinander zu tun hatten, ist sicher. So stammt schließlich jeder Buchstabe eines Vornamens aus einem durchnummerierten Alphabet, was für viele auch zugleich die Grundlage für die Betrachtung des Vornamens aus Sicht der Numerologie ist. Überhaupt kann man Namen, egal welche, und auch Vornamen, immer von sehr unterschiedlichen Seiten aus betrachten. So haben Namen wie Zahlen eine lange Geschichte, die von Ursprüngen, von verschiedener Herkunft und von vielen verschiedenen Bedeutungen erzählt.
Namen wurden immer auch in der Verbindung mit Orakeln gesehen, schon in den früheren Tagen der Menschheit. Ein ungut benannter Mensch würde vielleicht einen schlechteren Weg haben als einer, dessen Name Glück und Wohlstand verheißt. Dies kann man jedoch glauben oder auch nicht, und den Namen einfach als einen Namen und als nichts Weiteres ansehen. Denn schließlich ist es nicht der Name, der uns zu dem macht, was wir sind, sondern das Leben und letztlich wir selbst sind die Entscheidungsträger unseres Lebens.

Wie finde ich den richtigen Vornamen für mein Kind?
Die Suche nach dem richtigen und passenden Vornamen für ein Kind ist nicht einfach. In den letzten Jahrzehnten haben derart viele neue Namen das Licht der Welt erblickt, das es für Eltern oft um ein Vielfaches schwerer ist als früher, ihrem Kind einen Namen zu geben. So wird die Wahl des Namens oft zur Qual, man befragt Freunde und Verwandte, Bekannte und Zeitungen und Zeitschriften, man schlägt in Büchern nach und es wird nicht einfacher. Dennoch muss man dem Kind ja einen Namen geben und damit es nicht irgendein Name sein wird, begibt man sich auf die Suche. Dabei kann man auch im Internet fündig werden, als Quelle der Inspiration für die Namensgebung und auch als erklärendes Medium in Hinsicht der Bedeutung von Namen. Das Internet bieten eine Vielzahl an Plattformen, an Internetforen, an Chatrooms, wo es dem Namenssuchenden möglich ist, sich über die Vornamen und die Wünsche, die man hat, austauschen kann. Es ist hilfreich, da andere Menschen oft weitaus vorbehaltloser sind als man selbst und einem durchaus ehrlich sagen, wenn ein Name vielleicht ganz und gar nicht passend ist für ein Kind. Und es gibt natürlich auch viele informative und erklärende Seiten, die bei der Namenssuche sehr unterstützend wirken können.

„Ich mag meinen Vornamen nicht“

Es gibt sie, die Vornamen, die man hat, und sie nicht tragen möchte. Die andere zu Spott und zu Spitznamen nicht gerade netter Form reizen. Da ist ein Kind natürlich oft bestraft und fühlt sich allein. Denn schließlich sind es die eigenen Eltern, die eigene Familie, die einem Kind diesen Namen mitgegeben hat. Und nicht dabei bedachte, dass Namen nicht immer positiv sein können und einem Kind dadurch sehr wehgetan werden kann. Deshalb sollten Eltern den oder die Vornamen eines Kindes immer auch mit Bedacht auswählen und sich schon im Vorfeld über mögliche Abkürzungen Gedanken machen. Denn wer sein Kind Pumuckl benennen möchte, will vielleicht etwas Besonderes als Eltern sein, tut aber dem Kind wahrscheinlich gar nichts Gutes damit. Den schließlich ist es das Kind, welches den Vornamen ein Leben lang tragen muss, und nicht die Eltern selbst, die sich solche seltsam anmutenden Namen aussuchen. Darum ist es wichtig, dass die Namensgeber bei der Namensfindung immer als Erstes das Wohl des Kindes im Auge haben und nicht ihre eigenen Vorlieben. Denn ein Kind, das Whisky heißt, wird sehr viel Spott ernten. Dies heißt für die Eltern, vorausschauend zu handeln und einem Kind dies nicht anzutun, sondern ihm einen anderen Namen zu geben.

Wieso gibt es überhaupt Vornamen?
Vornamen, braucht eine Welt sie oder sind sie gar nur unnützes Beiwerk? Um diese Frage zu beantworten, reicht allein die kurze Vorstellung aus: Was wäre, wenn es keine Vornamen gäbe? Wie würde man den anderen dann bezeichnen, wie sich seinem Gegenüber vorstellen, wie sich identifizieren, wie sich bei einer Passkontrolle ausweisen?
Die Geschichte der Vornamen ist eine sehr lange Geschichte und reicht viele Jahrtausende zurück. So gab es die Vornamen lange, bevor es die Nachnamen gab. Ohne Vornamen könnte man den anderen nicht ansprechen. Denn ein Vorname ist etwas Persönliches, eine namentliche Auszeichnung macht einen Menschen zu einer Person, auch wenn man sich sonst keine Gedanken darüber macht. Aber wie soll man ihn benennen, den Peter, wenn er keinen Vornamen hat? Eins, zwei, fünf, zwanzig? Oder nur mit Buchstaben, mit einem P? Vornamen werden gebraucht, um einen Menschen damit abzugrenzen von anderen, um zu zeigen, er ist eine eigenständige Person innerhalb eines familiären Verbundes. Denn Peter ist keine Zahl, kein unbekannter Unbenannter, er ist Peter, der Sohn von Walter und Karin, die gemeinsam einen gleichen Nachnamen tragen. Innerhalb einer Familie ist das Identifikationsmerkmal der Vorname, nach außen hin der Nachname oder der Vorname gepaart mit dem Nachnamen