Namensforschung

[ Startseite ] [ Genealogie ] [ Ahnenforschung ] [ Namensforschung ] [ Namen ] [ Vornamen ]

Die Namensforschung ist ein Gebiet, das sich aus mehreren Teilbereichen zusammensetzt. Zum einen ist dies die Erforschung der Vornamen, die auch mit Namenstagen, Herkunftsort, Land der Herkunft, Herkunftszeitraum, Familie und Ahnen auseinandersetzt.

Dadurch, dass die Namensforschung so viele Teilbereiche hat, sind es fast mehrere Wissenschaften, die der Oberbegriff Namensforschung in sich vereint. Die Erforschung der Vornamen, ihre Herkunft, ihre Bedeutung, ihr Ursprung, ist meist etwas sehr viel Anderes als zum Beispiel die Erforschung von Namenstagen. Auch die Forschung im Gebiet der Nachnamen ist wieder ein anderer Bereich, eine andere Wissenschaft für sich. So kommt ein Mensch auf völligen anderen Wegen zu seinem Vornamen als zu seinem Nachnamen. Wenn dann noch ein zweiter oder gar dritter Vorname dazukommt und auch noch ein zweiter Nachname, dann sind viele Wege zu gehen, wenn man diesen kompletten Namen erforschen möchte. Die Wissenschaft, die sich mit der Bedeutung von Namen befasst, nennt man übrigens Onomastik. Dieses Wort stammt aus dem Griechischen und heißt im Original „onoma“, was auf Deutsch Name heißt.
Im Gebiet der Namensforschung tummeln sich übrigens sehr viele Menschen. Nicht nur eine Vielzahl von Wissenschaftlern, sondern auch viele Laien haben ein großes Interesse an dieser Wissenschaft und ihren einzelnen Teilbereichen entwickelt.

Was unterscheidet die Namensforschung von der Ahnenforschung?
Für manche scheinen die Gebiete Namensforschung und Ahnenforschung sehr miteinander zusammen zu hängen. Dabei sind dies zwei völlig unterschiedliche und voneinander unterscheidbare Bereiche, die nicht wirklich viel miteinander zu tun haben. Zwar setzt sich die Namensforschung teilweise auch mit der Erforschung von Ahnen und Stammbäumen auseinander, dies jedoch meist nur zu dem Zweck, den Namenshintergrund und die räumliche wie familiäre Herkunft dementsprechend zu betrachten. Bei der Namensforschung geht es, anders als bei der Ahnenforschung, weniger um die Person oder die Personen selbst, sondern mehr um die Namen, die sie getragen haben oder tragen.
Die Ahnenforschung ist das Gebiet, bei dem sich alles um die Ahnen, die Vorfahren und um den Stammbaum einer Familie dreht. Bei der Namensforschung ist all dies meist nebensächlich, da es zwar um ein Woher des Namens geht, aber nicht ganz gezielt um persönliche Bereiche von Menschen und Familien.
Denn wer nach seinen Ahnen sucht, sucht auch nach anderen Namen, wer aber nach der Bedeutung und der Herkunft seines Namens forscht, den interessieren Verwandtschaftsgrade nicht, sondern die Verknüpfungen der Namen untereinander. Natürlich hängen beide Wissenschaften, die Namensforschung wie die Ahnenforschung ein wenig miteinander zusammen, und doch sind sie gänzlich unterschiedliche Wissenschaften, die sich dann und wann in bestimmten Punkten überkreuzen.

Namensforschung im Internet
Wer ein großes Interesse an der Erforschung von Namen hat, der findet im Internet ein sehr breit und weit gefächertes Angebot an Möglichkeiten. Dort gibt es Seiten zur Namensforschung der Vornamen, auch zur Erforschung der Nachnamen. Es gibt Wichtiges zum zweiten Vornamen wie auch zum Zweitnamen im Nachnamen. Auch Tiernamen werden erforscht, Namen von Städten, Dörfern, Regionen und Landstrichen. Flüsse tragen Namen, Berge und Täler. All diese Bereiche sind Teilbereiche des großen Feldes Namensforschung und zu fast allen gibt es im Internet gute und spannende Seiten, auf und mit denen man weiter forschen kann.
Viele Laien im Bereich der Namensforschung haben früher bemängelt, dass es für Nicht-Wissenschaftler kaum verständliche und deshalb auch so gut wie nicht verwertbare Nachschlagewerke auf dem Gebiet der Namensforschung gibt. Dies hat sich in den Tagen der immer stärker werdenden Präsenz des Internets geändert und wer es möchte, kann auch privat nach der Bedeutung seines Namens forschen, ohne große Wege dafür machen oder unverständliche verstaubte Bücher dafür lesen zu müssen.
Das Internet hat viele neue Möglichkeiten beschert. Auch bei der Namensforschung hat dies viele Wege geebnet, die zuvor nicht da waren. So können Menschen gemeinsam forschen, die viele tausend Kilometer voneinander entfernt leben, und nur durch das Internet miteinander verbunden sind.

Was kann man mit der Namensforschung alles machen?
Es gibt kaum etwas, was ein Mensch mit der Namensforschung nicht machen kann. Namen umgeben uns, im Alltag, im Urlaub, von Geburt an bis zum Ende unseres Lebens. Egal, ob es nun unser Kind ist, für das wir einen Vornamen suchen, oder ob unser kleiner Hund einen Namen braucht, oder ob wir heiraten und sich die Frage stellt, den Namen des Partners oder der Partnerin zu übernehmen oder gar einen Doppelnamen zu tragen. Immer hat unser Leben auch mit Namen zu tun. Dies hat immer wieder das Interesse vieler Wissenschaftler geweckt, und auch Interesse bei Laien ausgelöst, welche sich dann der Namensforschung als Hobby gewidmet haben oder widmen.
Denn: Namen sind nicht einfach nur Namen, sie haben eine Bedeutung, sie haben einen Ursprung, der manchmal spannender ist als so mancher Krimi. Namen kommen aus vielen Ländern, aus unterschiedlichen Kulturen, aus großen Städten, aus kleinen Dörfern. Namen findet man überall, und auch die Namensforschung der Straßennamen ist ein Teilbereich für sich innerhalb der Onomastik, der Namensforschung.
Wo Namen sind, sind auch Ursprünge, ist auch Vergangenheit, die sich erforschen lässt. Hier ist oft auch der Bezug zur Stammbaumforschung gegeben, dennoch ist die Namensforschung eine gänzlich andere Wissenschaft.

Erforschung des eigenen Nachnamens

„Woher kommt mein Nachname?“, das fragt sich so mancher, der einen seltsam klingenden Namen hat, der sonst in seiner ganzen Region nicht zu finden ist. Es gibt seltene Nachnamen und Nachnamen wie Müller, Schmidt, Meier, Schulz, die sehr häufig vorkommen, wenn auch in unterschiedlichen Schreibweisen.
Die Erforschung des eigenen Nachnamens ist gerade bei nicht häufig auftretenden Namen eine manchmal recht langwierige Geschichte und wer nicht die Muße hat, diesen Weg selbst auf sich zu nehmen, der kann auch einen Fachmann auf diesem Gebiet beauftragen, entweder Vorarbeit oder die ganze Forschungsarbeit zu leisten. Dies kostet natürlich nicht gerade wenig Geld, hat aber den Zweck, dass viel Zeit und viele Umwege gespart werden können. Viele Laien lieben aber gerade dies bei der Erforschung eines Namens. Dass es nicht schnell geht, dass man sich einlesen muss in die vielen Informationen, dass man Dinge liest, die spannend sind, aber eigentlich nicht wirklich etwas mit dem eigenen Namen zu tun haben, aber eine Lehrstunde in Geschichte bedeuten, die man auf diese Art und Weise nur selten bekommt im Leben. Denn die Namensforschung ist immer eine Zeitreise in die Vergangenheit, quer durch die Jahrhunderte und manchmal auch Jahrtausende. Eine Reise, die immer spannender wird, je länger sie dauert.

Was bedeutet mein Vorname?

Viele verschiedene Menschen tragen viele verschiedene Vornamen. Auch wenn es Zeiten gibt, in denen bestimmte Vornamen häufiger vergeben werden, so ist doch immer wieder auch eine gewisse Individualität bei der Vergabe der Vornamen zu finden.
So ist im Jahre 2007 bei den Vornamen wieder ein Trend festzustellen. Die zehn beliebtesten Vornamen bei den Mädchen waren Leonie und Leo, Lena, Anna, Hanna und Hannah, Lea und Leah, Lara, Emily und Emilie, Laura, Mia und Sara und Sarah. Dies zeigt auch im Bereich der Vornamen eine Art Retro-Effekt, da die meisten dieser Namen sehr alten Ursprungs sind und nicht gerade aus dem 21. Jahrhundert entsprungen sind. Auch hier ist es für einen Menschen interessant, zu erforschen, warum er gerade diesen Vornamen erhalten hat und keinen anderen. So hieß vielleicht eine Urgroßmutter Leonie, oder eine Tante, die vor zweihundert Jahren gelebt hat, Emilie?
Vornamen können viele Bedeutungen haben und müssen, wie gesehen werden kann an den so genannten Modenamen, nicht immer etwas mit der Geschichte der eigenen Familie und der Historie des eigenen Landes zu tun haben. Aber sie können auch, über die Jahre und Jahrzehnte hinweg immer wieder weitergegeben worden sein, als Tradition in manchen Familien, die sich ihrer Wurzeln auch im Bereich der Namen treu bleiben möchte.

Durch Namensforschung unbekannte oder verschwundene Verwandte finden
Es gibt ein Gebiet, auf dem sich Namensforschung und Ahnenforschung überschneiden: Wenn es darum geht unbekannte oder gar verschwundene Verwandte zu finden oder wieder zu finden. Wenn auf dem Gebiet der Stammbaumforschung in eine Ecke oder gar Sackgasse geraten ist, bemüht man oft die Namensforschung. Nicht immer tragen Verwandte identische Namen, sondern es können kleinere bis größere Veränderungen am Nachnamen vorgenommen worden sein im Laufe der Jahre, Jahrzehnte und gar der Jahrhunderte. Gerade wenn Menschen in andere Landstriche oder Länder gezogen sind, haben sie ihre Namen oft den Regionen oder Gebiete angeglichen, um namentlich nicht zu sehr aufzufallen. Auch viele Einwanderer in die Vereinigten Staaten von Amerika haben dies im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte gemacht. Dadurch kommt man mit der eigentlichen Ahnenforschung oft an die Grenzen, da die Verwandten, die man sucht mit den entsprechenden Namen gar nicht mehr aufzufinden sind. Hier wird dann die Namensforschung mit ihrem Wissen und ihrer Vielfalt herangezogen, um den Suchenden weiter zu helfen. Denn oft reichen kleine Veränderungen in bestimmten Namensdetails aus, um die Verwandten zu finden. Oder man entdeckt bei der Suche sogar ganz unbekannte Verwandte, von denen man gar nicht wusste, die einem bei der näheren Erforschung des Namens plötzlich über den Weg geführt werden.

Vornamen, Nachnamen, Zweitnamen und Doppelnamen
Manche Menschen tragen einen Vornamen und einen Nachnamen. Andere hingegen haben zwei Vornamen, manchmal auch drei oder vier. Wieder andere Menschen tragen einen Doppelnamen als Vornamen, Jan-Felix zum Beispiel, oder Lara-Maria. Und es gibt noch jene Menschen, die sowohl einen Doppelnamen als Vornamen und auch als Nachnamen tragen. Dann wird es richtig spannend bei der Erforschung des Namens, da die Namensforschung in viele Richtungen und auch sehr unbekannte Wege gehen wird für den einzelnen Menschen oder für seine ganze Familie.
Denn egal, ob es sich nun um den Vornamen oder den Nachnamen handelt, die Erforschung eines Namens ist immer ein Weg, der in viele Lebensbereiche führen kann. Man wird womöglich plötzlich erfahren, dass der dritte Vorname, den man trägt, der erste Vorname einer längst verstorbenen Erbtante vierten Grades war. Oder dass der geschiedene Mann der Großmutter den zweiten Namen im doppelten Nachnamen mit in die Ehe gebracht hat.
Die Namensforschung ist deshalb oft auch die Erforschung der eigenen Familiengeschichte, auch wenn sie nur indirekt mit der Ahnenforschung zu tun hat. Und doch begegnet man bei der Onomastik immer auch wieder Verwandtschaftsgrade, die einem gar nicht bewusst oder bekannt waren, und von denen selbst die Eltern nichts wussten.

Der Fischer ein Fischer, der Bäcker ein Bäcker?
Es gibt die Geschichte, dass Menschen früher keinen Nachnamen hatten. Dies ist sehr sehr lange her und ist nur aus Geschichtsbüchern heraus zu lesen, die in sehr weiter Vergangenheit spielen. Irgendwann waren es jedoch zu viele Menschen, die den gleichen Vornamen trugen, so dass man sie oft nicht mehr voneinander unterscheiden konnte, zumindest in Bezug auf ihren Namen. So wurde dann irgendwann der Beruf des Vaters oder der eigene Beruf hinter den Vornamen gehängt, um eine Möglichkeit der Unterscheidung zu haben. In anderen Kulturen wurde ein Ben vor oder hinter den Vornamen gestellt, Ben, Sohn von.
Andere wurden mit dem Namen ihres Berufes bezeichnet, der Fischer wurde zum Nachnamen Fischer, der Bäcker zum Nachnamen Bäcker. So gab es die Namen Schmied oder auch Schmiede, den Küster und viele andere mehr. Am Anfang gab es noch einen Zwischenteil zwischen dem Vor- und dem Nachnamen, Achim der Schmied, Lukas der Bäcker, Felix der Küster. Irgendwann, im Lauf der Jahrhunderte, verschwand dieses „der“ zwischen den Namen jedoch und nur der Vorname und der Nachname bleiben stehen.
So kann man auch sehen, dass die Namensforschung immer auch ein Stück der Erforschung von Geschichte ist, der eigenen und der des Landes, in dem man geboren wurde.

Namen aus anderen Ländern und Kontinenten

Die Welt besteht nicht nur aus einem Land und nicht nur aus einem Kontinent. Im Laufe der vielen Jahrhunderte und Jahrtausende haben sich viele Kulturen miteinander verschmolzen und es wurden jeweils die eigenen Namen mitgebracht und miteinander verwoben. Dies hat sehr zur Bereicherung der Menschen geführt, da Namen dazukamen, die keiner kannte, deren Klang aber fast den Beigeschmack schöner Düfte und feiner Gerüche hat. Wer einen solchen Namen trägt, muss meist weit über die Grenzen seines eigenen Landes gehen bei der Namensforschung, um die Bedeutung seines Namens zu finden. Denn gerade wenn die Wurzeln eines Menschen weit verstreut sind, ist es meist mit den Wurzeln des Namens nicht viel anders. Doch hier tun sich viele Welten auch, wenn man sich auf die Suche nach dem Ursprung und der Bedeutung seines Namens begibt. Man lernt Länder kennen, in denen man noch nie war, lernt etwas über Geschichte, die längst vergessen scheint. Und findet dabei vielleicht sogar Menschen, die ähnliche Namen tragen.
Gerade dies fasziniert viele Wissenschaftler an der Onomastik. Keiner weiß, wo man ankommt, wenn man am Beginn der Reise steht. Alles kann passieren, alles ist möglich in dem großen Gebiet, dass Namensforschung heißt