Namen
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Namen sind nicht Schall und Rauch, so wie es in einem alten Sprichwort eigentlich heißt. Namen haben eine Bedeutung, egal, ob es nun Vornamen oder Nachnamen, Ortsnamen, Tiernamen, Namen von Straßen oder andere Namen sind. Namen sind Bezeichnungen, von Menschen, von Gegenden, von Ländern und ganzen Kontinenten.
Sie werden in den allermeisten Fällen nicht grundlos vergeben, sondern gerade Vornamen, die in Familien vergeben werden, habe oft eine lange, möglicherweise über Jahrhunderte zurück reichende Tradition. Daher haben viele Menschen auch einen zweiten und dritten Vornamen. Weil die Verwandten, zumindest als Namensgeber, mit einbezogen werden in die Namensfindung. Aber auch andere Namen, wie Ortsnamen, sagen viel über die Gegend, die Region, den Ort selbst aus. Da zeigt sich zum Teil, dass der Ort am Wasser liegt, oder direkt an oder unter einem Berg, oder dass ein Fluss, der in der Nähe liegt oder durch den Ort fließt, mit an der Namensgebung beteiligt war. Auch in Nachbarländern findet man oft in der Nähe des anderen Landes Städte, die einen ähnlichen Namen wie eine Stadt in dem angrenzenden Land tragen, nur eben in der Sprache des eigenen Landes. Mulhouse in Frankreich und Müllheim in Deutschland sind ein solches Beispiel, aber es gibt auch in der Schweiz ein Fribourg, wie es in Deutschland ein Freiburg gibt im Drei-Länder-Eck.
Namenforschung
Die Namensforschung befasst sich bereits seit vielen Jahren und Jahrzehnten mit der Erforschung von Namen, mit ihren Ursprüngen, ihren Bedeutungen, ihren langen Wegen bis zur jeweiligen Schreibweise der Namen in der heutigen Zeit. Die Namensforschung ist eine richtige Wissenschaft, die Onomastik, die aber auch von vielen Laien betrieben wird. Gerade das Aufkommen des Retro, die Wiederkehr des Alten und Vergangenen also, hat der Namensforschung und der Ahnenforschung einen regelrechten Auftrieb verschafft. So ist das Internet zum Beispiel voll von Webseiten, Portalen und Foren, die sich in irgendeiner Weise mit der Erforschung von Namen, von Stammbäumen und Ahnentafeln auseinander setzen.
Namensforschung ist ein genauso breites Gebiet, wie es Bereiche gibt, in denen Namen vergeben werden. Dies macht die Onomastik für Laien am Anfang sehr unüberschaubar. Je mehr man sich jedoch in die Materie „hinkniet“, in dem man sich Informationen einholt und durchliest und sich mit Menschen unterhält und austauscht, die sich schon länger damit befassen, desto klarer werden die Wege sein, die man selbst gehen möchte. Und Gebiete, die einen nicht interessieren, kann man so klar ausgrenzen und sich mit anderen Dingen befassen, mit denen, die man wissen und erfahren und kennen lernen möchte. Denn nicht jeder weiß alles, schon gar nicht im Bereich der Namensforschung.
Bedeutung von Namen
Namen sind nicht einfach so vergeben worden. Städtenamen, Regionsnamen, Ländername, auch Namen von Flüssen und Seen sind mit bestimmten Hintergründen vergeben werden. Auch die Meere sind nicht einfach nur so benannt worden, sondern es macht Sinn, wenn man ihre Namen ansieht und dazu ihre geographische Lage betrachtet. Jeder Name hat einen Hintergrund, eine Bedeutung, eine Geschichte. Dies wird am meisten bewusst, wenn man damit anfängt, sich mit der Namensforschung zu befassen. Es ist eine geschichtliche Reise, die man beginnt und die durch viele Wege und Zeiten führen wird. So ist ein Ortsname nichts, was nur willkürlich entstanden ist, sondern die Orte haben oft einen auf ihren räumlichen Stand bezogenen Namen. Es gibt zum Beispiel einen kleinen Ort namens Wasser, in der Nähe von Freiburg gelegen. Direkt durch diesen Ort fließt die Elz, ein Nebenfluss des Rheins. Durch die Lage am Wasser und vom Wasser getrennt zu sein, hat sich der Name des Ortes ergeben. Genauso ist es bei anderen Namen, mit anderen Orten, mit Flüssen und Bergen. Ein Name ist nie einfach nur ein Name, sondern hat eine Bedeutung, einen Hintergrund, eine Herkunft. Manchmal hat sich im Laufe der Jahrhunderte die Schreibweise geändert, aber der ursprüngliche Name des Ortes ist dennoch immer im Gedächtnis geblieben.
Vornamen und Nachnamen
Alle Menschen tragen Namen, da ist kein einziges menschliches Lebewesen davon ausgenommen. Und in den meisten Ländern sind dies nicht nur ein einziger Name, sondern zumindest ein Vorname und ein Nachname. Denn der Vorname gilt der Identifizierung eines Menschen innerhalb einer Familie, der Nachname für all die Menschen außerhalb einer Familie. Interessant ist hierbei, dass zum Beispiel bei den brasilianischen Fußballerinnen und Fußballern immer der Vorname genannt wird und auch so auf den Trikots steht. Für manche ist dies recht verwirrend, da meist nur dieser Teil des Namens überhaupt bekannt ist, der Nachname aber meist gar keine Rolle spielt. So sind Marta und Pele, Ronaldo und Ronaldinho weltweit bekannt unter ihren Vornamen, aber kaum jemand weiß, wie sie eigentlich mit Nachnamen heißen. In Deutschland ist es hingegen umgekehrt. Da wird selten Miroslav Klose gesagt, sondern kurz Klose, oder Lehmann statt Jens Lehmann. Später jedoch, wenn diese Fußballer nicht mehr aktiv sind, werden sie meist mit vollem Namen benannt und nicht nur mit dem Nachnamen. So nannte man Rudi Völler früher in seiner aktiven Zeit meist nur Völler, und heute wird er meist mit vielen Namen genannt, wenn von ihm die Rede ist. Eine interessante Geschichte, die Geschichte der Namen.
Die verflixte Namenswahl
Namen sind wichtig, Vornamen auch. Durch sie erfährt ein Mensch ein großes Stück an Identität, und ein falsch gewählter Name, der dazu auch noch gut zu diversen Abkürzungen verunstaltet werden kann, sorgt für so mancherlei Tränen bei Kindern wie Erwachsenen. Denn wer mag schon Pumuckl heißen oder gar Steppenwolf oder ähnlich geprägte Namen, die aus irgendeiner leicht verwirrten Phantasie als perfekte Namen für ein Kind geboren scheinen, aber ganz sicher dem Kind früher oder später nur Kummer bereiten wird. Denn bei der Namenswahl sind zwei Dinge besonders wichtig: Erstens, dass der Vorname zum Nachnamen passt und sich beide Namen nicht „beißen“, wie man es schön bei der Zusammenbringung zweiter Farben sagt. Zweitens sollte ein Name alltagstauglich sein, das heißt, er sollte den Träger nicht zum Spott der anderen werden lassen. Es ist sehr wichtig, dass Eltern diese beiden „Regeln“ beachten, und ihren Kindern Vornamen mit auf den Weg geben, die sie nicht ein Leben lang unglücklich sein lassen mit dem Namen, den sie kurz nach ihrer Geburt in die Geburtsurkunde geschrieben bekamen. Damit lässt sich viel Ärger vermeiden, ein Kind, das Pumuckl heißt, und evtl. auch noch leicht bis stark rötliches Haar hat, wird sich Zeit seines Lebens nicht viel Freude mit diesem Namen haben, den die Eltern unbedingt für ihr Kind haben wollten.
Welches Kind bekommt welchen Namen?
Viele Kinder bedeuten viele Namen. Viele Verwandte und eine lange Familientradition übrigens auch. Welchen Namen soll das Kind nun denn als zweiten oder gar dritten Vornamen mit auf den Weg ins und durchs Leben bekommen? Dies ist für manche Eltern gar keine einfache Sache. Und die Namenssuche erweist sich dann als schwerer und zum Teil sogar als ein langer Kampf. Denn der Vater des Kindes will einen anderen Namen als die Mutter des bald Geborenen. Die Großeltern mütterlicherseits haben auch so ihre Wünsche, die Oma und der Opa väterlicherseits wollen auch etwas zu sagen haben. Und dann kommen da manchmal noch Tanten und Onkel, die auch noch verewigt werden wollen im Namen des Kindes. Eine verzwickte Sache eben, die Sache mit dem Namen, den man einem Kind geben soll. Manchmal ist es dabei ganz gut, alle verwandtschaftlichen Bindungen und Beziehungen außer acht zu lassen und sich nur allein um den Wunsch zu kümmern, dem Kind einen schönen Vornamen zu geben. Dies ist schon die halbe Miete und wenn die Wünsche der Familien dann noch dazu passen, kann das Kind ja einen schönen zweiten Vornamen bekommen. Aber das Wohl des Kindes ist das Wichtigste dabei, nicht der Name, den die Eltern unbedingt und auf alle Fälle vergeben wollen!
Ein Name sagt mehr als tausend Worte?
Namen sind kein Schall, sie sind kein Rauch. Und sagen oft mehr als tausend Worte. So scheint es zumindest manchmal der Fall zu sein, wenn man die Namensgebung in einigen Ländern der Welt betrachtet. Da wird ein Kind nach einem Sommerwind benannt, nach einer Blume, nach einem Meer oder einem Tier. Der Name soll nicht nur bezeichnend für diesen kleinen Menschen sein, sondern ihm eben auch viel Gutes, viel Glück, viel Freude mit auf den Weg geben. Namen sind Bezeichnungen, die Bezeichnung einer Familie oder eines einzelnen Menschen, manchmal aber scheinen sie wie ein Symbol auf dem Leben des so benannten Kindes zu stehen. Ein Glückskind vielleicht der Felix, der Glückliche. Man mag es ihm wünschen. Namen sind wichtig, und sie prägen ein ganzes Leben immer wieder, einen Ort, eine Region, ein Land, einen Menschen.
Ein Name sagt mehr als tausend Bücher manchmal an Beschreibung erbringen. Denn ein Name ist manchmal auch der vorgezeichnete Weg, die sich selbst erfüllende Prophezeiung, die Richtung, in die es gehen wird. Deshalb sollte Vera auch besser nicht zur Vera werden, zur Vatermörderin. Sondern zu einem Menschen, der mit seiner Persönlichkeit der Bedeutung des eigenen Namens widerspricht und den Namen zu Rauch macht, zu Schall, zu etwas nicht Wirklichem.
Ein Leben ohne Namen, geht das überhaupt?
Ein Leben hat auch immer mit Namen zu tun. Ein Leben ohne Namen, Städte, Orte, Regionen, Länder, Flüsse, Berge und Täler ohne Namen. Menschen, die namenlos sind und namenlos leben? Eine Vorstellung, die kaum vorstellhaft ist. Namen prägen unser Leben, sie begleiten uns von Geburt an bis zum Ende unseres Lebens und sind mit uns, und zugleich sind sie ein Teil von uns. Deshalb ist eine Welt ohne Namen undenkbar, ohne diese Bezeichnungen für alles, was uns Menschen im Leben begegnet. Ohne Namen wären wir vielleicht alle nur mit einer Zahl versehen, von Mensch 1 und 2 und 3 bis Mensch 6 500 000 000. Eine schreckliche Idee, ein fürchterlicher Gedanke. Namen machen mehr aus uns, sie geben uns Persönlichkeit, hauchen uns Bedeutung und Leben ein. Zahlen machen uns zu Nummer, geben uns der Bedeutungslosigkeit preis.
Deshalb werden die Menschen seit Jahrtausenden mit Namen bezeichnet, „benannt“. Weil der Mensch mehr ist als eine Nummer, als eine x-beliebige Zahl. Deshalb kamen auch nach den vielen Jahren der Vornamen irgendwann die Nachnamen dazu. Damit die vielen Menschen, die den gleichen Vornamen tragen, voneinander unterschieden werden können. Denn ein Leben ohne Namen ist ein Leben, das heute so ganz sicher nicht mehr möglich ist.
Die Ausrede mit dem schlechten Namensgedächtnis?
Namensgedächtnis, gibt es das überhaupt? Es gibt Menschen, die meinen, sie könnten sich keine Zahlen, zum Beispiel in der Form von Telefonnummern merken. Andere sagen, die könnten sich absolut keine Namen merken, da sie kein Namensgedächtnis haben. Was ist nun dran, an dem, was sich Menschen da selbst möglicherweise als Grund vorschieben, sich einen Namen nicht merken zu müssen? Sicher gibt es Krankheiten, die zu einem schlechteren Gedächtnis und damit auch zu einem schlechteren Namensgedächtnis führen können. Eher ist anzumerken, dass manche Menschen eben eher einen Hang zum Merken von Zahlen und / oder Namen haben. Dies hat meist weniger mit dem Gedächtnis als mit der Vorliebe für Namen und Zahlen zusammen. Der eine merkt sich sehr schnell eine Telefonnummer, der andere hat sofort einen neuen Namen im Kopf. Oft wird das vermeintlich schlechte Namensgedächtnis auch als Ausrede, sich bestimmte Namen einfach nicht einprägen zu wollen, zum Beispiel, wenn man in eine neue Gruppe kommt, wie zum Beispiel eine Klasse oder an einem neuen Arbeitsplatz. Am Merken von Namen kann gearbeitet werden, auch Menschen, die glauben, sie hätten ein schlechtes Gedächtnis für Namen, staunen, wie schnell das mit dem Einprägen eigentlich gehen kann, wenn man es erst einmal wirklich versucht.
Spitznamen und Kosenamen
Neben den Vornamen und den Nachnamen, neben den zweiten und dritten Vornamen und neben den Doppelnamen gibt es auch noch die Spitznamen und Kosenamen. Diese sind in zwei getrennte Richtungen zu sehen. Spitznamen werden einem meist sehr unfreiwillig gegeben, manchmal ist darin auch der Spott Einzelner oder gar ganzer Gruppen darin abzulesen. Kosenamen sind Namen, die man zum Beispiel seinem Kind oder seinem Partner gibt, als etwas, was nur man selbst zu diesem Menschen sagt, und niemand anders.
Nicht jeder Mensch hat in seinem Leben einen Spitznamen von Freunden oder Feinden bekommen, und nicht jeder erhält im Laufe seines Lebens Kosenamen. Dafür gibt es die anderen Menschen, die mit Kosenamen nur so um sich werfen und der Partner dabei irgendwann vergisst, wie er eigentlich heißt, weil immer nur „Schatzi“, oder „Mausi“ oder sonst alle möglichen Kosenamen kommen. Die Benennung mit einem Kosenamen, einem besonderen Namen in seiner Partnerschaft ist sicher etwas Schönes, man sollte dabei jedoch nie vergessen, dass sein Partner oder seine Partnerin immer auch noch einen Vornamen hat und auch dann und wann, und nicht nur in Streitsituationen auch so genannt werden könnte und sollte. Sonst dient der Kosename als eine Art rosarote Brille, die schnell ins Gegenteil verkehrt werden kann, wenn der Haussegen mal richtig schief hängt.